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Langerland Philosophie

Meine Einstellung zu Webseiten hat sich über die Jahre hinweg immer wieder geändert. Die Folge war, dass ich irgendwann immer wieder an einem Punkt ankam, wo ich mit meiner kleinen Welt, dem langerland, total unzufrieden war. Zur Zeit stehe ich wieder an so einem Punkt und ein Umbau hat begonnen. In kleinen Schritten wird sich das langerland nun erneut ändern. Und wieder einmal weiß ich nicht wie das langerland hinterher aussehen wird. Nur eines weiß ich, dass es sicher nicht untergehen wird.

Es gab Zeiten, da war es mir wichtig, textbasierte Browser (also: lynx, w3m, etc.) zu unterstützen und gleichzeitig noch ein halbwegs akzeptables Design für graphische Browser zu erstellen. Irgendwie hänge ich an alter Hardware und diese arbeitet am besten, wenn keine graphische Oberfläche die ganze Leistung aufbraucht, bzw. meine Wohnung heizt. Wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum ich die Kommandozeile und die Shell so liebe. Im Textmodus durch das Internet zu browsen ist ein wenig aus der Mode gekommen, aber irgendwie möchte ich weiterhin diesen Spagat zwischen beiden Welten versuchen und so dem barrierefreihen Internet-Ideal einen kleinen Schritt näher kommen.

Heutige Entwicklungen wie die Trennung von Inhalt und Stil sind richtig und ich kann sie nur unterstützen. Neben CSS gehört natürlich auch der anstehende Übergang zu Webfonts dazu, womit der alte Workaround, besondere Schriftzüge als Bild abzulegen, hoffentlich demnächst auch verschwinden wird. Wenn man diese Entwicklung beobachtet, dann könnte man meinen, dass im Hintergrund Donald E. Knuth die Fäden des WorldWideWeb in der Hand hat. Das Web nähert sich in meinen Augen immer mehr seiner Philosophie von LaΤεχ an.

Wenn ich Informationen ins Netz stelle, dann sollen sie in der Regel auch gefunden werden. Das ist schon okay. Allerdings überlasse ich die Indizierung meiner Webseiten voll und ganz den Suchmaschinen. Schließlich stehen hinter diesen Maschinen große Firmen und deren Geschäft ist es nun einmal, Informationen zu sammeln und aufzubereiten. Dem gegenüber habe ich fast keine Macht mehr. In meinem Leben gibt es aber auch Wichtigeres als Keywords für eine Seite zusammenzustellen, oder eine neue Webseite irgendwo anzumelden. Es ist nur traurig, dass man eigentlich immer mehr aufpassen muß, dass sie nicht auch an Daten gelangen, die sie überhaupt gar nichts angehen.

Ein anderer Punkt, mit dem ich nie so richtig zufrieden war, ist die Sprache. Wo ich mir früher noch gedacht habe, dass man eigentlich alles ins Englische übersetzen sollte, weil das Internet ja eine globale Angelegenheit ist, denke ich heute ein wenig anders. Als Autor kann ich kaum steuern, in welcher Umgebung meine Webseite genutzt werden soll. Und eine der wenigen Möglichkeiten, die man hat, ist, sich die geeignetste Sprache auszuwählen, um den gewünschten Zweck, den eine Seite haben soll, noch ein wenig zu verstärken. Natürlich gibt es auch Sachen, die kann ich einfach nicht vernünftig in einer Fremdsprache ausdrücken. Kurz gesagt: es wird mehr deutsche Texte geben, und die Rubrik Linux bleibt natürlich weiterhin englisch.

Nichtsdestotrotz wird sich die langerland philosophie weiterentwickeln. Sie darf nicht in Stein gemeißelt werden.

Martin, im Dezember 2008.

Aktualisiert (Donnerstag, den 09. Dezember 2010 um 16:32 Uhr)